Wenn sich der Körper sichtbar verändert
Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Der Körper verändert sich auf vielfältige Art

2. Veränderungen der Haut – Spannkraft und Feuchtigkeit lassen nach

  • Was passiert im Körper?
  • Typische Merkmale
  • Mögliche Auslöser
  • Was helfen kann
  • Wann zum Arzt?

3. Veränderungen der Haare – wenn sich Fülle, Struktur und Wachstum verändern

  • Was passiert im Körper?
  • Typische Merkmale
  • Mögliche Auslöser
  • Was helfen kann
  • Wann zum Arzt?

4. Veränderungen der Knochen – wenn Stabilität verloren geht

  • Was passiert im Körper?
  • Typische Merkmale
  • Mögliche Auslöser
  • Was helfen kann
  • Wann zum Arzt?

5. Gelenkschmerzen – ein Zusammenspiel aus Hormonen, Muskeln und Bindegewebe

  • Was passiert im Körper?
  • Typische Merkmale
  • Mögliche Auslöser
  • Was helfen kann
  • Wann zum Arzt?

6. Fazit: Der Körper im Wandel – und es geht weiter

 

1. Einleitung: Der Körper verändert sich auf vielfältige Art

Das ist Teil 3 der Serie „Wechseljahressymptome im Fokus“, in der ich die unterschiedlichen körperlichen und seelischen Veränderungen dieser Lebensphase genauer betrachte. Im ersten Teil der Serie standen klassische Wechseljahressymptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen im Mittelpunkt. Im zweiten Teil lag der Schwerpunkt auf Zyklus- und Blutungsveränderungen. In diesem Beitrag geht es nun um Veränderungen, die viele Frauen besonders verunsichern, weil sie sichtbar und spürbar sind: Veränderungen an Haut, Haaren, Knochen, Muskeln und Bindegewebe.

Viele Frauen bemerken in den Wechseljahren, dass ihre Haut trockener wird, empfindlicher reagiert oder an Spannkraft verliert. Die Haare werden dünner, fallen vermehrt aus oder verändern ihre Struktur. Gleichzeitig treten Gelenk- oder Muskelschmerzen auf, die Knochengesundheit wird oft zum ersten Mal Thema. Viele dieser Veränderungen werden oft nicht gleich mit den hormonellen Veränderungen und Umstellungen in den Wechseljahren in Verbindung gebracht, doch haben sie oft sehr großen Anteil daran.

In diesem Beitrag erfährst du, welche hormonellen Prozesse hinter verschiedenen körperlichen Veränderungen stehen, welche Symptome besonders häufig auftreten und was du konkret tun kannst, um Haut, Haare und den Bewegungsapparat gut durch diese Lebensphase zu begleiten.

Wenn du auf der Suche nach allgemeinen Informationen zu den Wechseljahren und den hormonellen Veränderungen während dieser Zeit bist, dann lies gern in meinem Artikel „Wechseljahre – was passiert wirklich“ nach.

2. Veränderungen der Haut – Spannkraft und Feuchtigkeit lassen nach

Hautveränderungen während der Wechseljahre sind weit verbreitet. Oft wirkt die Haut trockener, empfindlicher oder verliert an Spannkraft. Die Veränderungen passieren oft langsam, oft werden sie zunächst auf Stress, das Alter oder äußere Einflüsse wie Sonne, Wind, Kälte usw. geschoben. Doch auch die hormonellen Veränderungen haben großen Einfluss auf die Hautveränderungen, es lohnt sich daher sie näher zu betrachten.

Was passiert im Körper?

Östrogen hat einen großen Einfluss auf die Hautgesundheit. Es fördert die Bildung von Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure. Das sind drei zentrale Bausteine für unsere Haut.

  • Kollagen verleiht der Haut Festigkeit und Struktur und sorgt dafür, dass sie straff bleibt
  • Elastin sorgt für Elastizität und Dehnbarkeit
  • Hyaluronsäure ist der wichtigste Feuchtigkeitsspeicher der Haut, sie bindet große Wassermengen und hält die Haut so prall, glatt und gut durchfeuchtet.

Sinkt der Östrogenspiegel, verändern sich mehrere grundlegende Hautfunktionen:

  • Die Kollagenproduktion nimmt deutlich ab, bestehendes Kollagen wird schneller abgebaut. Die Haut verliert dadurch an Dichte und Festigkeit, sie wird dünner und weniger widerstandsfähig. Dadurch entstehen leichter Falten.
  • Auch die Elastin-Qualität nimmt ab. Dadurch verliert die Haut an Spannkraft und wird dünner. Die Haut kann sich schlechter an Bewegungen anpassen und wirkt insgesamt schlaffer und weniger elastisch.
  • Der natürliche Fett- und Feuchtigkeitsfilm der Haut wird schwächer. Östrogen unterstützt die Aktivität der Talgdrüsen, die Bildung von schützenden Fetten (Lipide) in der obersten Hautschicht und die Produktion von Hyaluronsäure. Weniger Östrogen bedeutet, dass die Haut weniger Fett und weniger Hyaluronsäure produziert und dadurch Feuchtigkeit schlechter binden und speichern kann. Sie fühlt sich trocken, gespannt oder rau an.
  • Die Hautbarriere wird empfindlicher gegenüber äußeren Reizen. Eine intakte Hautbarriere schützt vor Keimen, Schadstoffen und unkontrolliertem Feuchtigkeitsverlust. Durch den hormonell bedingten Lipidmangel und den Rückgang der Hyaluronsäure wird diese Schutzfunktion geschwächt. Die Haut reagiert schneller mit Rötungen, Juckreiz oder Reizungen.
  • Die Zellerneuerung verlangsamt sich, denn Östrogen fördert die Teilung und Erneuerung der Hautzellen. Alte Hautzellen bleiben bei Östrogenmangel länger an der Oberfläche während neue langsamer nachgebildet werden. Die Haut erholt sich langsamer und wird anfälliger für Trockenhaut und kleine Entzündungen und wirkt insgesamt fahler.

Auch die Nägel reagieren auf den Östrogenrückgang. Nägel bestehen hauptsächlich aus Kreatin, sowohl Bildung als auch Stabilität werden hormonell beeinflusst. Sinkt der Östrogenspiegel ab, verlangsamt sich die Neubildung von Zellen im Nagelbett und die Durchblutung nimmt ab. Als Folge wachsen Nägel langsamer, werden trockener und splittern und brechen leichter.

Typische Merkmale

Hormonbedingte Hautveränderungen zeigen sich oft durch trockene, gespannte oder schuppige Haut. Auch Juckreiz oder erhöhte Empfindlichkeit der Haut sind deutliche Hinweise. Die Haut ist weniger elastisch und verliert an Spannkraft, es entstehen feine Linien und Fältchen. Außerdem kann es zu verstärkten Hautreaktionen auf Pflegeprodukte oder Umwelteinflüssen kommen, z.B. Brennen, Rötungen oder Spannungsgefühl nach dem Eincremen oder bei Kälte, Sonne oder sehr trockener Luft.

Zusätzlich können sich die Nägel verändern. Sie werden dünner, brüchiger, splittern leichter oder verlieren an Glanz.


Mögliche Auslöser

Neben dem hormonellen Rückgang können weitere Faktoren Hautveränderungen in den Wechseljahren verstärken

  • Trockene Umgebung: Heizungsluft, Klimaanlagen, kalte Außenluft oder häufige Temperaturwechsel entziehen der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Die ohnehin geschwächt Hautbarriere kann diesen Verlust schlechter ausgleichen, das verstärkt Trockenheit und Spannungsgefühl.
  • Häufiges Waschen oder aggressive Pflegeprodukte: Stark schäumende Reinigungsprodukte mit aggressiven Tensiden (stark fett- und schmutzlösenden Substanzen), Alkohol, Duftstoffe oder häufiges Waschen lösen schützende Fette von der Hautoberfläche. Dadurch wird die Hautbarriere weiter geschwächt, hautreizende Stoffe dringen leichter ein und die Haut reagiert empfindlicher.
  • Ernährung: Eine geringe Zufuhr von gesunden Fetten, Eiweiß, Vitaminen oder Flüssigkeit wirkt sich direkt auf die Haut aus, da diese Bausteine für Zellaufbau, Regeneration und Feuchtigkeitsbindung benötigt werden. Fehlen sie, verliert die Haut schneller an Spannkraft und Widerstandskraft.
  • Stress und Schlafmangel: Chronischer Stress erhöht den Cortisolspiegel, was entzündliche Prozesse im Körper fördern und die Hautregeneration bremsen kann. Schlafmangel verschlechtert zusätzlich die Durchblutung und die Zellerneuerung, die Haut wirkt fahler und empfindlicher und erholt sich langsamer.
Blog | Wechseljahressymptome im Fokus Teil 3 Wachsen im Wechsel Martina Pietsch, Frau schaut in den Spiegel und begutachtet mit zweifelnder Mine die Falten in ihrem Gesicht, hält Gesicht mit Händen fest

Was helfen kann

Wir haben keinen Einfluss auf den hormonellen Rückgang, dennoch gibt es viele Möglichkeiten, die Haut gezielt zu unterstützen und ihre Schutz- und Regenerationsfähigkeit zu stärken.

  • Sanfte Hautpflege: Milde Reinigungsprodukte ohne Alkohol, Duftstoffe oder aggressive Tenside schonen die Hautbarriere. Rückfettende Cremes mit Ceramiden (körpereigene Hautlipide, die die Hautbarriere abdichten und Feuchtigkeit in der Haut halten), pflanzlichen Ölen oder Hyaluronsäure helfen, Feuchtigkeit zu binden und die Schutzfunktion der Haut zu stabilisieren.
  • Weniger ist oft mehr: Häufiges Waschen, zu viele Pflegeprodukte oder regelmäßige Peelings können die Haut zusätzlich reizen. Eine einfache, gut verträgliche Pflegeroutine entlastet die Haut und gibt ihr Zeit zur Regeneration
  • Feuchtigkeit von innen: Ausreichendes Trinken und die Ernährung mit gesunden Fetten (z.B. aus Nüssen, Samen, Avocado oder fettem Fisch) unterstützt die Hautelastizität und die Bildung schützender Lipide. Eiweiß, Vitamine und Spurenelemente sind wichtige Bausteine für die Zellerneuerung.
  • Schutz vor äußeren Reizen: Kälte, Wind, trockene Luft oder starke Sonneneinstrahlung belasten die Haut in dieser Lebensphase besonders. Sonnenschutz, angepasste Kleidung und Luftbefeuchter in Innenräumen können helfen, die Haut zu entlasten.
  • Stress reduzieren und Schlaf fördern: Entspannungsübungen, Bewegung an der frischen Luft und ausreichend Schlaf unterstützen die Durchblutung und Regeneration der Haut. Gerade nachts laufen wichtige Reparaturprozesse im Körper ab , von denen auch die Haut profitiert, mehr zum Thema kannst du im Blogartikel zum Thema Schlaf nachlesen.

Auch die Nägel profitieren von ausreichend Feuchtigkeit, schonender Pflege, einer eiweiß- und nährstoffreichen Ernährung sowie dem Schutz vor zu häufigem Kontakt mit Wasser oder aggressiven Reinigungsmitteln.

Wann zum Arzt

Wenn die Haut anhaltend oder stark juckt, wenn es entzündete Hautveränderungen oder Ekzeme gibt, wenn die Haut plötzlich sehr empfindlich reagiert oder sich deutlich verändert oder wenn du unsicher bist, ob die Hautveränderungen hormonell bedingt oder krankheitsbedingt sind, ist eine Arztbesuch auf jeden Fall anzuraten.

3. Veränderungen der Haare – wenn sich Fülle, Struktur und Wachstum verändern

Oft verändert sich auch die Haare während der Wechseljahre: sie werden dünner, verlieren an Volumen, wirken trockener und fallen häufiger aus. Diese Veränderungen beginnen oft langsam und manchmal schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Wechseljahre und werden daher oft auch anderen Ursachen zugeschrieben, von Stress über Jahreszeitenwechsel, falsche Pflege oder Veranlagung.

Dass hormonelle Veränderungen eine zentrale Ursache für die Veränderungen am Kopf sind wird häufig erst spät erkannt. Ich bin im Artikel „Wechseljahre – was passiert wirklich“ schon auf diese hormonellen Veränderungen und ihre Auswirkungen auf das Haarwachstum eingegangen. Hier gehe ich nun einen Schritt weiter und zeige, warum Haarveränderungen in dieser Lebensphase so unterschiedlich ausfallen können, warum sie oft in Wellen auftreten und welche Rolle nicht nur Hormone sondern auch Kopfhaut, Stress und Nährstoffversorgung spielen.

Was passiert im Körper?

Haare wachsen nicht kontinuierlich, sondern in Zyklen. Jedes Haar durchläuft eine Wachstums-, eine Übergangs- und eine Ruhephase. Östrogen ist für unsere Haare sehr wichtig zur Stabilisierung, es verlängert die Wachstumsphase, fördert die Durchblutung der Kopfhaut und unterstützt die Versorgung der Haarwurzeln.

Mit sinkendem Östrogenspiegel in den Wechseljahren verändern sich gleich mehrere Prozesse in unserem Körper:

  • Die aktive Wachstumsphase der Haare verkürzt sich. Haare wechseln schneller in die Ruhe- und Ausfallphase. Dadurch wirken sie insgesamt dünner und weniger dicht.
  • Die Haarfollikel, die Produktionsstätten der Haare in der Haut, reagieren empfindlich auf Hormonschwankungen. Da sich das Verhältnis von Östrogen und Androgenen (oft auch als „männliche Hormone“ bezeichnet) wie z.B. Testosteron im weiblichen Körper durch das Sinken des Östrogenspiegels verändert, können Haarfollikel kleiner und schwächer werden. Als Folge wachsen Haare feiner nach und verlieren an Struktur und Volumen.
  • Die Kopfhaut verändert sich. Ähnlich wie die Haut im Gesicht wird auch die Kopfhaut trockener, schlechter durchblutet und empfindlicher. Eine schlecht versorgte Kopfhaut kann die Haarwurzel nicht optimal unterstützen. Selbst wenn ausreichend Nährstoffe im Körper vorhanden sind, gelangen sie nicht in ausreichendem Umfang bis zum Haarfollikel. Das Haar wächst dann langsamer, feiner oder fällt früher aus.
  • Stresshormone verstärken den hormonell bedingten Haarausfall. Ein erhöhter Cortisolspiegel kann die Durchblutung der Kopfhaut reduzieren und entzündliche Prozesse im Körper fördern. Das kann den Haarzyklus weiter aus dem Gleichgewicht bringen.

Die Haare am Kopf werden weniger – im Gesicht werden sie plötzlich mehr

Durch den sinkenden Östrogenspiegel verschiebt sich das hormonelle Gleichgewicht im Körper. Auch wenn die Menge der Androgene, der männlichen Hormone wie Testosteron, nicht wirklich ansteigt, haben sie durch das sinkende Östrogen nun plötzlich mehr Anteil am Gesamt-Hormonvolumen im weiblichen Körper und wirken daher stärker.

Androgene können an der Kopfhaut das Haarwachstum hemmen, an anderen Körperstellen wie im Gesicht fördern sie das Wachstum kräftigerer, dunklerer Haare, typischerweise am Kinn, an der Oberlippe oder an den Wangen.

Dieser veränderte Haarwuchs ist für viele Frauen emotional belastend, medizinisch jedoch meist harmlos, ein weiterer Ausdruck der hormonellen Umstellung.

Typische Merkmale

Hormonbedingte Haarveränderungen in den Wechseljahren zeigen sich oft durch Haarausfall am ganzen Kopf, besonders am Oberkopf, spürbar geringeres Haarvolumen, eine feinere, weichere Haarstruktur, trockene und glanzlose Haare oder eine empfindliche oder gespannte Kopfhaut.

Typisch ist es auch, dass der Haarausfall phasenweise auftritt, Zeiten mit starkem Haarausfall wechseln sich mit ruhigeren Phasen ab, was zusätzlich verunsichern kann.

Mögliche Auslöser

Neben der hormonellen Umstellung können weitere Faktoren die Haarveränderungen verstärken

  • Stress und Schlafmangel: Dauerstress erhöht den Cortisolspiegel im Körper. Das beeinträchtigt die Durchblutung der Kopfhaut und schwächt die Haarwurzeln.
  • Nährstoffmangel: Eisen, Zink, Biotin, Eiweiß und bestimmte B-Vitamine sind hochrelevant für Haarwachstum. Fehlen sie, reagiert das Haar besonders sensibel
  • Schilddrüsenveränderungen: Sowohl eine Schilddrüsenüber- wie auch eine -unterfunktion können Haarausfall verstärken. Es ist sehr wichtig, diesen Faktor ärztlich abzuklären!
  • Aggressive Haarpflege: Sehr häufiges Haarewaschen, stark entfettende Shampoos, alkoholhaltige Produkte, häufiges Färben oder Blondieren sowie auch intensives Bürsten oder Trockenrubbeln der Haare können Haarstruktur und Kopfhaut zusätzlich schwächen.
  • Hitzeeinwirkung: Häufiges Föhnen, Glätten oder Lockenstyling mit Hitze belasten das Haar. Zusätzlich kann starke Sommerhitze oder intensive Sonneneinstrahlung die Haarstruktur austrockenen und brüchiger machen. Das Haar wirkt dann insgesamt dünner und weniger kräftig.

Was helfen kann

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Haare und Kopfhaut auch während Zeiten des hormonellen Chaos gezielt zu unterstützen

  • Nährstoffversorgung optimieren: Eine eiweißreiche, ausgewogene Ernährung bzw. nach Rücksprache mit dem Arzt auch eine gezielte Supplementierung können das Haarwachstum unterstützen
  • Kopfhautpflege: Sanfte Massagen fördern die Durchblutung, milde Pflegeprodukte schützen die Kopfhautbarriere, reduzieren Reizungen und schaffen ein stabiles Milieu, in dem die Haarwurzel besser durchblutet und mit Nährstoffen versorgt wird.
  • Stress reduzieren und Schlaf fördern: Wird das Nervensystem entlastet, wirkt sich das auch positiv auf den Haarzyklus aus, oft langsam aber wenn die neuen Gewohnheiten beibehalten werden, nachhaltig.
  • Geduld: Haarveränderungen reagieren zeitverzögert. Verbesserungen zeigen sich meistens erst nach mehreren Wochen oder Monaten, daher ist es wichtig dranzubleiben, auch wenn nicht sofort Ergebnisse erkennbar sind.

Wann zum Arzt

Haarausfall kann viele Ursachen haben. Ich rate jeder Frau mit Haarausfall die Schilddrüsenwerte mittels Bluttests überprüfen zu lassen, um Gewissheit zu haben, dass diese Ursache ausgeschlossen oder eben entsprechend behandelt werden kann.

Es ist auf jeden Fall sinnvoll einen Arzt aufzusuchen, wenn der Haarausfall sehr stark ist oder sehr lange andauert, wenn sichtbare kahle Stellen entstehen, wenn gleichzeitig noch andere Symptome wie Müdigkeit, Gewichtsschwankungen oder Zyklusstörungen auftreten oder wenn man sich unsicher fühlt und die Ursachen für den Haarausfall abklären lassen will.

4. Veränderungen der Knochen – wenn Stabilität verloren geht

Knochen gelten als stabil und unveränderlich, doch in Wahrheit sind sie lebendiges Gewebe, das sich ein Leben lang auf- und abbaut. In den Wechseljahren kommt es auch hier zu Veränderungen, der oft viel zu spät bemerkt wird, denn der Knochenabbau verläuft lange Zeit still und schmerzlos.

Auch beim Knochenabbau spielen hormonelle Veränderungen eine zentrale Rolle. Erst wenn Rückenschmerzen auftreten, die Körperhaltung sich verändert oder es zu Knochenbrüchen kommt wird das Thema Knochenrückgang bzw. Osteoporose relevant. Der Prozess beginnt allerdings schon viele Jahre früher, daher ist es besonders wichtig, hier auch ohne offensichtliche Beschwerden aktiv zu werden.

Was passiert im Körper?

Unsere Knochen befinden sich unser gesamtes Leben in ständigem Umbau. Dieser kontinuierliche Auf- und Abbau von Knochen wird als Knochenstoffwechsel bezeichnet. Dabei arbeiten zwei Zelltypen eng zusammen.

  • Osteoblasten, die knochenaufbauenden Zellen, die neue Knochensubstanz bilden
  • Osteoklasten, die knochenabbauenden Zellen, die alte Knochensubstanz abbauen

Normalerweise sind Aufbau und Abbau ausgeglichen. Östrogen spielt eine wichtige Schutz-Rolle. Es bremst den Knochenabbau, indem es die Aktivitäten der Osteoklasten reguliert und unterstützt gleichzeitig den Knochenaufbau.

Während der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel, das verändert mehrere Prozesse, die das Gleichgewicht aus der Balance bringend:

  • Der Knochenabbau nimmt zu, da Östrogen die Aktivität der knochenabbauenden Zellen nicht mehr im gleichen Ausmaß wie früher hemmen kann.
  • Der Knochenaufbau wird langsamer, da die Osteoblasten bei Östrogenmangel langsamer arbeiten und mehr Zeit zur Regeneration brauchen. Dadurch verliert der Knochen immer mehr an Stabilität.
  • Die innere Knochenstruktur wird poröser. Die feine, innere Architektur der Knochen ist besonders betroffen. Die sogenannten Knochenbälkchen, die eine feine, schwammartige Struktur im Inneren des Knochens bilden, werden dünner oder gehen teilweise verloren. Dadurch werden die Knochen trotz äußerlich unveränderter Form instabiler.

Kalzium spielt in diesem Zusammenhang eine sehr wichtige Rolle. Es hat verschiedene wichtige Aufgaben im Körper, ist u.a. für Muskelkontraktionen, auch des Herzmuskels, für das Weiterleiten von Nervenreizen und für Blutgerinnung verantwortlich. Kalzium ist außerdem ein wesentlicher Bestandteil der Knochenstruktur und sorgt für deren Härte und Belastbarkeit. Etwa 99% des Kalziums im Körper sind in Knochen und Zähnen gespeichert. Sinkt die Kalziumverfügbarkeit im Blut, greift der Körper auf diese Speicher zurück, auf Kosten der Knochendichte.

Damit Kalzium in den Knochen aufgenommen werden und dort wirken kann, braucht es zwei verschiedene wichtige Voraussetzungen:

  • Vitamin D ermöglicht die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung über den Darm ins Blut. Ohne ausreichend Vitamin D kann Kalzium selbst bei guter Ernährung nur unzureichend genutzt werden.
  • Östrogen sorgt im Knochen dafür, dass das Kalzium im Knochen eingebaut und festgehalten und nicht sofort wieder gelöst wird, und damit den Knochen instabiler macht.

Fehlt eines dieser beiden Elemente funktioniert das System nicht optimal. In den Wechseljahren treffen häufig ein sinkender Östrogenspiegel und ein Vitamin D Mangel zusammen, diese Kombination kann den Knochenabbau zusätzlich beschleunigen.

Zusätzlich verlangsamt sich durch Östrogenmangel die Reparatur von kleinen Mikroverletzungen im Knochengewebe, die durch Alltagsbewegungen wie Treppensteigen, Hüpfen, schweres Tragen oder Sport entstehen können. Dadurch bleiben diese kleinen Schäden länger bestehen, summieren sich über die Zeit und erhöhen langfristig das Risiko für Knochenbrüche.

Diese Prozesse verändern sich oft langsam und über viele Jahre hinweg, bevor die ersten Symptome auftreten.

Typische Merkmale

Osteoporose macht lange Zeit keine Beschwerden, typische Anzeichen treten oft erst spät auf und sind häufig unspezifisch. So kann es zur Abnahme der Körpergröße kommen, zu Rückenschmerzen oder Spannungen im Rücken oder zu einer zunehmenden Rundung der Wirbelsäule. Ein typisches Zeichen sind Knochenbrüche bei geringer Belastung, wie z.B. einem Sturz aus dem Stand.

Gerade weil frühe Warnsignale fehlen, bleibt der Knochenabbau häufig lange unentdeckt. Eine Knochendichtemessung mit ca. 50 Jahren ist daher in jedem Fall sinnvoll.

 

Blog | Wechseljahressymptome im Fokus Teil 3 Wachsen im Wechsel Martina Pietsch, Rückenansicht einer Frau, Kopf und Schultern in Schwarz weiß, Frau hält sich eine Schulter, roter Fleck symbolisiert Schmerzen

 

Mögliche Auslöser

Neben dem Rückgang von Östrogen können weitere Faktoren den Knochenabbau beschleunigen:

  • Bewegungsmangel: Knochen benötigen Belastung, um stabil zu bleiben. Ohne regelmäßige mechanische Reize durch Bewegung werden Knochen schneller instabil.
  • Vitamin D Mangel: Vitamin D ist notwendig, damit Kalzium aus der Nahrung an verschiedenen Stellen im Körper, u.a. auch in den Knochen, aufgenommen werden kann und auch wichtig für den Knochenstoffwechsel.
  • Kalziummangel: Wird über die Ernährung zu wenig Kalzium aufgenommen, greift der Körper auf die Kalziumspeicher im Knochen zurück.
  • Untergewicht oder starkes Abnehmen: Sehr niedriges Körpergewicht ist häufig mit einer geringen Knochendichte verbunden. Knochen brauchen Belastung im stabil zu bleiben, sehr geringes Körpergewicht bedeutet auch geringere Druck- & Zugkräfte auf die Knochen. Zusätzlich gibt es weniger Fettgewebe, in dem zusätzliches Östrogen produzieren werden kann, außerdem ist Untergewicht oft mit einer zu geringen Nährstoffzufuhr verbunden. Sehr niedriges Körpergewicht ist immer ein Risikofaktor, eine starke Gewichtsabnahme erhöht das Risiko zusätzlich deutlich.
  • Rauchen und hoher Alkoholkonsum: Beide Faktoren wirken sich negativ auf den Knochenstoffwechsel aus.
    • Rauchen hemmt den Knochenaufbau und fördert den Abbau, verschlechtert die Durchblutung, senkt den Östrogenspiegel zusätzlich und beeinträchtigt die Wirkung von Vitamin D.
    • Alkohol hemmt den Knochenaufbau, stört den Vitamin D- und Kalziumstoffwechsel und erhöht das Sturzrisiko
  • Genetische Veranlagung: Oft tritt Osteoporose in Familien gehäuft auf, daher ist es wichtig, die familiäre Vorgeschichte zu kennen und schon früh Kochendichtemessungen durchzuführen.
  • Zusätzlich gibt es verschiedene individuelle Risikofaktoren, die jede Frau berücksichtigen solle wie z.B. längere Stillzeiten, längere Kortisontherapien, Schilddrüsenerkrankungen oder Essstörungen

Was helfen kann

Die hormonellen Veränderungen können wir nicht aufhalten, es gibt aber dennoch mehrere wirksame Möglichkeiten, um die Knochengesundheit aktiv zu unterstützen:

  • Regelmäßige knochenstärkende Bewegung ist hochrelevant
    • Krafttraining setzt gezielte Reize, die den Knochenaufbau fördern
    • Ausdauertraining wie Gehen, Wandern oder Tanzen unterstützt den Stoffwechsel, erhöht die Mobilität und verbessert die Koordination
    • Eine Kombination aus Kraft- Ausdauer und Gleichgewichtstraining stärkt nicht nur die Knochen, sondern reduziert auch das Sturzrisiko
  • Ausreichende Versorgung mit Vitamin D: Vitamin D wird vor allem über Sonnenlicht in der Haut gebildet. In Österreich und den umliegenden Ländern reicht die körpereigene Produktion oft nicht ganzjährig aus und es entsteht ein Vitamin D Mangel. Vitamin D kommt nur in wenigen Lebensmitteln, wie z.B. in fettem Fisch, Eigelb oder Leber vor, daher ist nach ärztlicher Abklärung oft die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll.
  • Kalzium- und Eiweißreiche Ernährung: Kalzium verleiht den Knochen Härte, Eiweiß bildet die organische Knochenmatrix, in die Kalzium eingebaut wird. Beides ist daher hochrelevant für gesunde Knochen.
    • Kalzium findet sich z.B. in Milchprodukten, in grünem Gemüse oder Nüssen,
    • Eiweiß z.B. in Eiern, Milchprodukten, Fisch und Fleisch bzw. Hülsenfrüchten, Sojaprodukten, Nüssen oder in Vollkorngetreide.
  • * Lebensstil anpassen: nicht zu rauchen und den Alkoholkonsum zu reduzieren wirken sich langfristig positiv auf die Knochengesundheit aus.

Wann zum Arzt

Knochenabbau verläuft lange Zeit völlig unbemerkt, daher ist eine frühe Abklärung sehr wichtig. Ein Arztbesuch ist nicht erst bei Beschwerden sinnvoll, sondern bereits früher, zur individuellen Risikoeinschätzung.

Ärztliche Abklärung ist besonders empfehlenswert

  • ab Beginn der Menopause, um eine individuelle Ausgangsbasis zu schaffen
  • bei familiärer Vorbelastung für Osteoporose oder Knochenbrüchen
  • bei einer frühen Menopause oder längeren Phasen ohne Zyklus
  • bei sehr niedrigem Körpergewicht oder starker Gewichtsabnahme
  • bei langer Einnahme von knochenrelevanten Medikamenten, wie z.B. Kortison oder bestimmte Schilddrüsenmedikamente
  • bei Vitamin-D-Mangel oder anhaltender Müdigkeit und Muskelschwäche
  • nach mehreren Schwangerschaften oder langer Stillzeit

Eine Knochendichtemessung kann helfen, die aktuelle Knochensituation objektiv einzuschätzen. Sowohl als frühe Prävention, als auch als Vergleichswert für spätere Kontrollen und um rechtzeitig gezielte Maßnahmen einleiten zu können. Denn je früher Veränderungen an der Knochenstruktur erkannt werden, desto besser lassen sich der Knochenabbau bremsen und Folgeprobleme vermeiden.

5. Gelenkschmerzen – ein Zusammenspiel aus Hormonen, Muskeln und Bindegewebe

Viele Frauen sind überrascht, wenn während der Wechseljahre plötzlich Knie, Finger oder Schultern zu schmerzen beginnen, obwohl sie vorher keine Beschwerden hatten.

Tatsächlich gehören Gelenkschmerzen zu den weniger bekannten, aber häufig auftretenden Begleitern dieser Lebensphase. Und es gibt gleich mehrere Ursachen dafür

Was passiert im Körper

Östrogen hat im Körper vielfältige Aufgaben, durch die Schwankungen des Östrogenspiegels kommt es daher zu mehreren Veränderungen im weiblichen Körper

  • Knorpel und Bindegewebe verändern sich. Knorpel- und Bindegewebe sind nicht einfach nur „passive Polster“. Sie enthalten viele Andockstellen für Östrogen und reagieren daher direkt auf einen schwankenden Hormonspiegel. Sinkt das Östrogen, verändert sich die Fähigkeit des Gewebes Wasser zu binden, es wird trockener, weniger elastisch und kann Stöße im Körper weniger gut abfedern. Die „Stoßdämpfer“ der Gelenke arbeiten nun nicht mehr so geschmeidig, selbst alltägliche Bewegungen können nun mehr Druck auf die Gelenkflächen ausüben.
  • Auch die Muskulatur ist betroffen. Östrogen beeinflusst nicht nur Gelenke und Knorpel, sondern auch Muskelkraft und Muskelregeneration. Sinkt der Östrogenspiegel, bauen sich Muskeln langsamer auf und erholen sich schlechter. Muskeln haben eine wichtige Schutz- und Stützfunktion für Gelenke, daher führt eine schwächere Muskulatur zu einer höheren Belastung der Gelenkflächen. Dadurch können Schmerzen leichter auftreten bzw. sich rascher verstärken.
  • Der Körper neigt häufiger zu Entzündungen. Östrogen wirkt im Körper auch als natürlicher Entzündungshemmer. Es beeinflusst entzündungsfördernde und -hemmende Botenstoffe und sorgt dafür, dass das Gleichgewicht immer in Richtung „Beruhigung“ kippt. Sinkt der Östrogenspiegel, verschiebt sich diese Balance: kleinste Reize oder Überlastungen führen leichter zu Entzündungsreaktionen – auch in Gelenken, Sehnen oder Muskeln. Das erklärt, warum sich bekannte Probleme verschlimmern können, aber auch, warum plötzlich Schmerzen auftreten, die vorher vom Körper gar nicht wirklich wahrgenommen wurden.
  • Auch Faszien, die das bindegewebige Netzwerk rund um Muskeln und Gelenke bilden, reagieren sensibel auf hormonelle Veränderungen. Sie verlieren an Elastizität, speichern weniger Flüssigkeit und können zu Steifheit oder ziehenden Schmerzen beitragen, besonders nach Ruhephasen.
  • Die Schmerzschwelle sinkt. Schmerz entsteht nicht nur durch Gewebeschäden, sondern auch durch die Art, wie Reize im Nervensystem verarbeitet werden. Auch Nervenzellen besitzen Andockstellen für Östrogene, und solange das Hormon ausreichend vorhanden ist, werden Schmerzsignale stärker gedämpft. Mit dem Absinken des Östrogenspiegeln verändert sich diese Schmerzfilterung: die körpereigene Schmerzhemmung über Serotonin und Endorphine wird schwächer, Nerven reagieren empfindlicher und Reize, die früher kaum wahrgenommen wurden, werden schneller als Schmerz interpretiert. In Kombination mit der höheren Entzündungsneigung kann so ein Teufelskreis entstehen: Schmerzen führen zu Verspannungen, die wiederum neue Schmerzen verursachen.

Typische Merkmale

Gelenkbeschwerden in den Wechseljahren zeigen oft ganz eigene Muster, die sie von anderen Ursachen unterscheidet:

  • Oft fühlen sich die ersten Schritte am Morgen bzw. nach einer längeren Ruhephase steif und unangenehm an, nach ein paar Minuten Bewegung bessert sich das meistens.
  • Oft sind beide Gelenke eines Körperabschnitts betroffen, etwa beide Knie, beide Hände oder beide Schultern. Das spricht für eine hormonelle Ursache und nicht für eine rein mechanische Überlastung.
  • Auch die wechselhafte Intensität ist ein Zeichen für hormonelle Gelenksschmerzen: Es gibt Tage, an denen Beschwerden kaum zu spüren sind und andere, an denen sie sehr deutlich vorhanden sind, ohne klaren Auslöser.

Mögliche Auslöser

Auch wenn der sinkende Östrogenspiegel ein zentraler Auslöser ist, spielen auch andere Faktoren eine wichtige Rolle für das Ausmaß und die Häufigkeit der Schmerzen.

  • Bewegungsmangel oder Überlastung: wer wenig aktiv ist, riskiert dass Muskeln und Gelenke abbauen, und es damit zu einer steigenden Belastung für die Gelenkflächen kommt. Doch auch das Gegenteil, Überlastung, kann problematisch sein. Das Gewebe wird durch ungewohnte, abrupte oder sehr einseitige Belastung zusätzlich gereizt.
  • Übergewicht beeinflusst Gelenksschmerzen. Jedes Kilo mehr wirkt wie eine zusätzliche Last, besonders für Knie, Hüften und Rücken.
  • Dauerstress erhöht den Cortisolspiegel. Kurzfristig ist das in Ordnung, bleibt das Stresslevel aber dauerhaft erhöht, wird das Immunsystem aus dem Gleichgewicht gebracht, Entzündungsneigungen nehmen zu, und damit auch die Gelenkbeschwerden.
Blog | Wechseljahressymptome im Fokus Teil 3 Wachsen im Wechsel Martina Pietsch, Frau im Fitnesscenter, schwingt Seile, atmet tief, Frontalansicht

Was helfen kann

Es gibt viele Möglichkeiten, den Körper zu unterstützen und die Muskeln zu stärken:

  • Gezielte Bewegung:
    • Sanfte, regelmäßige Bewegung durch Sportarten wie Radfahren, Schwimmen, Nordic Walking oder Yoga halten das Gewebe geschmeidig, fördern die Durchblutung und helfen, Entzündungsstoffe rascher abzubauen
    • Daneben ist auch eine gezielte Kräftigung der Muskulatur rund um betroffene Gelenke wichtig, um die Belastung zu reduzieren.
  • Entzündungshemmende Ernährung mit viel buntem Gemüse, Omega-3-Fettsäuren und möglichst wenig stark verarbeiteten Lebensmittel unterstützt die Gelenke von Innen und wirkt auch positiv auf Muskeln und Faszien.

Wann zum Arzt?

Bei anhaltenden oder zunehmenden Gelenkschmerzen ist eine medizinische Abklärung wichtig, um rheumatische Erkrankungen oder andere Ursachen auszuschließen. In manchen Fällen, nach sorgfältiger Abwägung durch den Arzt, kann auch eine Hormonersatztherapie die Beschwerden lindern.

6. Der Körper im Wandel – und es geht weiter

Veränderung an Haut, Haaren, Knochen, Muskeln und Gelenken gehören zu den nicht so bekannten, aber gerade deshalb besonders verunsichernden Aspekten der Wechseljahre. Sie entstehen meist langsam, sind oft nicht eindeutig zuordenbar und werden deshalb häufig als altersbedingt, stressbedingt oder zufällig auftretend eingeordnet. Doch auch sie sind Ausdruck des tiefgreifenden, hormonellen Umbruchs, ein Zeichen des Körpers, dass er sich neu organisiert.

Es ist wichtig, diese Veränderungen ernst zu nehmen, ohne sie zu dramatisieren. Denn wer versteht, warum die Spannkraft der Haut nachlässt, die Haare dünner werden oder Gelenke empfindlich reagieren, kann gezielter unterstützen. Ärztliche Abklärung ist immer sinnvoll, ganz besonders wenn die Beschwerden stark, anhaltend oder unklar sind oder um sich schon vorbeugend um die Gesundheit der Knochen zu kümmern.

Viele der Prozesse im Körper lassen sich durch achtsames Wahrnehmen und einem unterstützenden Lebensstil positiv beeinflussen. Die eigenen Prioritäten dürfen sich nun verschieben, weg von „Aushalten“ hin zu mehr Wahrnehmen und sich selbst in den Mittelpunkt stellen, sich selbst etwas Gutes tun.

Die Serie „Wechseljahressymptome im Fokus“ beschäftigt sich mit den vielen verschiedenen Symptomen der Wechseljahre, die uns Frauen begegnen können. In Teil 1 stehen klassische Symptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen im Mittelpunkt, in Teil 2 dreht sich alles um unseren Zyklus, der Fokus dieses Teils lag auf sichtbaren und spürbaren Veränderungen des Körpers.

Der nächste Teil der Serie wird sich mit Themen beschäftigen, die für uns Frauen während der Wechseljahre oft besonders prägend sind: Veränderungen unseres Stoffwechsels und damit verbundenen Gewichtsveränderungen.

Die Wechseljahre sind nicht nur eine körperliche Anpassung, sondern auch ein innerer Übergang. Sie laden dich dazu ein, den eigenen Körper neu kennenzulernen und bewusster mit ihm zu arbeiten. Wenn du dich intensiver damit beschäftigen willst, wie du diese Phase aktiv gestalten und als Entwicklungsschritt nutzen kannst, lies gerne im Beitrag „Veränderung als Chance“ weiter oder melde dich bei mir, um gemeinsam deinen individuellen Weg durch diese Lebensphase zu skizzieren.

Beitragsbild: Über Mich | Martina Pietsch wachsenimwechsel lacht freundlich in die Kamera.

Martina Pietsch

Autorin

Hast du das Gefühl, dass dein Leben manchmal Kopf steht – und du irgendetwas ändern willst? Oder dass du gerne die Veränderungen durch die Wechseljahre aktiv für dich nutzen willst?

Du musst diesen Weg nicht alleine gehen – als Mentaltrainerin und Veränderungsbegleiterin unterstütze ich dich dabei, deine eigenen Ressourcen zu entdecken, besser mit körperlichen und seelischen Veränderungen umzugehen und die Chance für einen echten Neubeginn zu nutzen.

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