Intimbereich und Blase – darüber wird oft nicht gesprochen
Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Soll ich wirklich auch darüber reden?

2. Blasenentzündungen… Harnwegsinfekte werden häufiger

  • Was passiert im Gehirn?
  • Typische Merkmale
  • Mögliche Auslöser
  • Was helfen kann
  • Wann zum Arzt?

3. Brennende, juckende Vagina… wenn die Schleimhäute empfindlich werden

  • Was passiert im Gehirn?
  • Typische Merkmale
  • Mögliche Auslöser
  • Was helfen kann
  • Wann zum Arzt?

4. Ausfluss… wenn sich das Scheidenmilieu verändert

  • Was passiert im Körper und Gehirn?
  • Typische Merkmale
  • Mögliche Auslöser
  • Was helfen kann
  • Wann zum Arzt?

5. Schmerzen beim Sex… wenn Nähe plötzlich unangenehm wird

  • Was passiert im Gehirn?
  • Typische Merkmale
  • Mögliche Auslöser
  • Was helfen kann
  • Wann zum Arzt?

6. Sexuelle Lustlosigkeit… wenn das Verlangen leiser wird

  • Was passiert im Gehirn?
  • Typische Merkmale
  • Mögliche Auslöser
  • Was helfen kann
  • Wann zum Arzt?

7. Nächtlicher Harndrang… wenn die Blase den Schlaf unterbricht

  • Was passiert im Gehirn?
  • Typische Merkmale
  • Mögliche Auslöser
  • Was helfen kann
  • Wann zum Arzt?

8. Inkontinenz… wenn die Blase nicht mehr ganz verlässlich ist

  • Was passiert im Gehirn?
  • Typische Merkmale
  • Mögliche Auslöser
  • Was helfen kann
  • Wann zum Arzt?

9. Fazit: Intimbereich und Vagina verändert sich – und es geht weiter

1. Einleitung: Soll ich wirklich auch darüber reden?

Dieser Beitrag ist Teil 6 der Serie „Wechseljahressymptome im Fokus“, in der ich die unterschiedlichen körperlichen und seelischen Veränderungen dieser Lebensphase genauer betrachte. Im ersten Teil der Serie standen klassische Wechseljahressymptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen im Mittelpunkt. Im zweiten Teil lag der Schwerpunkt auf Zyklus- und Blutungsveränderungen, im dritten Teil auf Veränderungen an Haut, Haaren, Knochen, Muskeln und Bindegewebe. Teil vier drehte sich um Gewichtszunahme und Stoffwechselveränderungen, Teil sechs um mentale und emotionale Symptome wie Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Antriebslosigkeit. In diesem Beitrag geht es nun um den Intimbereich und die Blase, um Symptome von nächtlichem Harndrang bis hin zu sexueller Lustlosigkeit.

Während wir über manche Wechseljahressymptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Gewichtszunahme oder Stimmungsschwankungen mittlerweile relativ offen sprechen und uns mit anderen Frauen darüber austauschen, gibt es andere Beschwerden, über die wir nach wie vor oft lieber schweigen. Nicht weil sie so selten sind, sondern weil es uns noch viel unangenehmer ist darüber zu sprechen oder unsere Beschwerden schwerer in Worte zu fassen sind.

Dazu gehören Symptome wie Brennen in der Scheide, Jucken im Intimbereich, Scheidentrockenheit, Schmerzen beim Sex, nächtlicher Harndrang oder Blasenentzündungen. Oft gehört auch das Gefühl, die Blase nicht mehr ganz unter Kontrolle zu haben oder viel weniger Lust auf Sex zu haben dazu.

Gerade Intimbereich und Blase reagieren sehr sensibel auf hormonelle Veränderungen. Östrogen wirkt nicht nur auf unseren Zyklus, unsere Haut, Knochen oder unsere Stimmung. sondern auch auf Schleimhäute, Bindegewebe, die Durchblutung, das Scheidenmilieu, unsere Harnröhre, unsere Blase und unseren Beckenboden. Wenn der Östrogenspiegel in der Perimenopause also schwankt und später dauerhaft sinkt, ist es nur logisch, dass es auch in diesen Bereichen zu Veränderungen kommt.

Diese Beschwerden sind nichts, was ungewöhnlich ist und auch nichts, wofür wir uns schämen müssen. Sie sind häufig und sie sind behandelbar.

Wie in den anderen Teilen der Serie möchte ich auch hier Zusammenhänge verständlich machen. Ziel ist es nicht, Symptome zu dramatisieren, sondern sie zu erklären und einordenbar zu machen. Denn wenn wir verstehen, was in unserem Körper passiert, ist es auch einfacher, Symptome, die oft verschwiegen werden, als mögliche Wechseljahressymptome wahrzunehmen und ihnen die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken.

Wenn du neben den konkreten Informationen in diesem Artikel auch auf der Suche nach allgemeinen Informationen zu den Wechseljahren und den hormonellen Veränderungen während dieser Zeit bist, dann lieb gern in meinen Artikel „Wechseljahre – was passiert wirklich“ nach.

2. Blasenentzündungen… Harnwegsinfekte werden häufiger

Blasenentzündungen sind vielen von uns grundsätzlich bekannt: ein unangenehmes Brennen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang und das Gefühl, dass im Unterbauch etwas nicht stimmt. In den Wechseljahren kann es passieren, dass solche Beschwerden häufiger auftreten oder plötzlich stärker wahrgenommen werden. Das stört oft den Alltag und den Schlaf und verringert manchmal das Gefühl, auf den eigenen Körper vertrauen zu können.

Was passiert im Körper?

Östrogen, eines der Hormone, deren Vorhandensein sich im Lauf der Wechseljahre am deutlichsten verändert, wirkt nicht nur auf unsere Gebärmutter und unseren Zyklus, sondern auch auf die Schleimhäute von Vagina, Vulva, Blase und Harnröhre.

  • Vagina: wird oft auch Scheide genannt und ist eine ca. 10 cm lange elastische Röhre, die die inneren und äußeren Geschlechtsorgane der Frau verbindet
  • Vulva: das sind die von außen sichtbaren Anteile der äußeren Geschlechtsorgane, wie Schamlippen oder Klitoris.
  • (Harn)Blase: eines der dehnbarsten Organe im menschlichen Körper. Hier wird das Urin, das von den Nieren produziert wird gesammelt. Die Blase fasst bis zu 500 ml Urin, ab 150-250 ml Füllung stellt sich der Harndrang ein
  • Harnröhre: ein muskulärer Schlauch, der den Urin aus der Harnblase nach außen leitet. Bei Frauen ist die Harnröhre ca. 3 – 5 cm lang, verläuft parallel zur Vagina durch den Beckenboden und mündet in der Vulva

Wenn du mehr über den Aufbau der weiblichen Geschlechtsorgane nachlesen willst, kannst du das im verlinkten Artikel tun, mehr Infos über die Funktionsweise der Blase und des Harnsystems, lies das im zweiten verlinkten Artikel nach.

Östrogen hat in diesen Bereichen unseres Körpers wichtige Schutzfunktionen. Es sorgt dafür, dass die Vaginalschleimhaut gut aufgebaut, gut durchblutet, elastisch und feucht bleibt. Sinkt der Östrogenspiegel wird die Schleimhaut dünner, trockener und verletzlicher. Kleine Reibungen, Pflegeprodukte, Sex oder auch ein Infekt können dann rascher zu Brennen, Jucken oder Schmerzen führen.

Gleichzeitig verändert sich das Scheidenmilieu. Unter Östrogeneinfluss bildet die Vaginalschleimhaut Glykogen, das ist ein Mehrfachzucker, der u.a. nützlichen Laktobazillen in der Scheide als Nahrung dient. Glykogen wird so in Milchsäure umgewandelt, was ein saures Scheidenmilieu schafft (pH-Wert unter 4,5). Dieses saure Milieu ist ein wichtiger natürlicher Schutz, weil sich viele unerwünschte Keime darin schlechter vermehren können.

Wenn der Östrogenspiegel sinkt, wird weniger Glykogen in der Schleimhaut eingelagert, was dazu führt, dass die Laktobazillen weniger Milchsäure bilden können. Dadurch steigt der pH-Wert in der Scheide und Keime können sich nun leichter ansiedeln.

Scheide, Harnröhre und Blase liegen bei uns Frauen anatomisch eng beisammen, daher kann das veränderte Scheidenmilieu auch die Harnwege beeinflussen. Besonders Darmbakterien wie e.coli können durch das weniger saure Scheidenmilieu leichter in Richtung Harnröhre gelangen und dort oder in der Blase Beschwerden auslösen. Das kann zu Blasenentzündungen, Brennen beim Wasserlassen oder ständigem Harndrang führen.

Typische Merkmale

Eine Blasenentzündung kann sich durch Brennen beim Wasserlassen, häufigem Harndrang, einem Druck im Unterbau oder durch das Gefühl äußern, ständig auf die Toilette zu müssen, obwohl nur wenig Urin kommt.

Wichtig zu wissen: Nicht jedes Brennen ist automatisch eine Blasenentzündung, auch vaginale Trockenheit, Reizungen, Pilz- oder bakterielle Infektionen usw. können ähnliche Beschwerden verursachen.

Mögliche Auslöser

Neben den hormonellen Veränderungen, die zu dem verändertem Scheidenmilieu und zu trockenen empfindlichen Schleimhäuten führen können, gibt es noch verschiedene andere Auslöser, die zu Blasenentzündungen führen können:

  • Geschlechtsverkehr: Sex kann die Harnröhre mechanisch reizen und Bakterien aus dem Intimbereich in Richtung Harnröhre verteilen. Wenn die Schleimhäute zusätzlich trocken oder empfindlich sind, können Reizungen stärker spürbar werden.
  • Zu wenig Flüssigkeit: Wer zu wenig trinkt, scheidet weniger Urin aus. Dadurch werden Bakterien nicht so regelmäßig aus den Harnwegen ausgespült und können sich leichter vermehren.
  • Seltener Toilettengang oder Zurückhalten von Urin: Wenn Urin lange in der Blase bleibt, haben Bakterien mehr Zeit, sich zu vermehren. Regelmäßiges Wasserlassen unterstützt den Körper dabei, die Harnwege zu reinigen.
  • Reizende Intimpflegeprodukte: Parfümierte Waschlotionen, Intimsprays, aggressive Seifen oder Vaginalduschen können das empfindliche Milieu im Intimbereich stören. Dadurch wird die Schleimhaut zusätzlich gereizt und die natürliche Schutzflora kann aus dem Gleichgewicht geraten
  • Stress oder geschwächtes Immunsystem: Dauerstress, Schlafmangel oder Erschöpfung können die körpereigene Abwehr schwächen. Wenn das Immunsystem weniger gut arbeitet, können sich Infekte leichter entwickeln oder länger anhalten.
  • Unterkühlung: Kälte allein verursacht keine Blasenentzündung, kann aber die Durchblutung im Beckenbereich beeinflussen und den Körper zusätzlich belasten. Wenn bereits Keime vorhanden sind oder die Schleimhäute empfindlich reagieren, kann Kälte Beschwerden begünstigen.

Was helfen kann

Auch wenn die hormonellen Veränderungen nicht direkt beeinflussbar sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Intim- und Harnwegsbereich zu unterstützen und mögliche Auslöser zu reduzieren

  • Ausreichend trinken: Genug Flüssigkeit hilft, die Harnwege regelmäßig zu spülen. Dadurch können Bakterien leichter ausgeschieden werden, bevor sie sich stark vermehren.
  • Regelmäßig Wasserlassen: Es unterstützt die natürliche Reinigungsfunktion der Blase, wenn Urin nicht zu lang zurückgehalten wird. Besonders nach dem Geschlechtsverkehr kann Wasserlassen helfen, mögliche Keime aus der Harnröhre auszuspülen.
  • Sanfte Intimpflege: Der Intimbereich braucht keine aggressive Reinigung. Milde, unparfümierte Produkte oder klares Wasser reichen aus und unterstützen das natürliche Gleichgewicht.
  • Schleimhäute unterstützen: Wenn sich der Intimbereich trocken anfühlt bzw. Brennen zu spüren ist, können geeignete Feuchtigkeitsgele oder Gleitmittel Erleichterung bringen.
  • Wärme und Schonung bei ersten Beschwerden: Wärme kann entspannend wirken und Unterbauchbeschwerden lindern.
  • Immunsystem stärken, eigene Erholung in den Vordergrund stellen: Schlaf, Stressreduktion, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung unterstützen die allgemeinen Abwehrkräfte.

Wann zum Arzt?

Blasenbeschwerden sollten immer ernst genommen werden, Brennen, Harndrang oder Druckgefühl können Anzeichen einer Blasenentzündung sein oder auch auf eine Schleimhautreizung, vaginale Trockenheit, Infektionen, Senkungen oder ganz etwas anderes hinweisen.

Ärztliche Abklärung ist besonders wichtig, wenn Blasenentzündungen immer wieder auftreten oder Beschwerden trotz Selbsthilfemaßnahmen nicht besser werden.

Ganz wichtig ist es, einen Arzt aufzusuchen, wenn Blut im Urin sichtbar ist, Fieber dazukommt, Schmerzen im Rücken oder in der Flanke auftreten oder die Beschwerden sehr stark sind.

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3. Brennende, juckende Vagina… wenn die Schleimhäute empfindlich werden

Nicht jedes Brennen, Jucken oder wundes Gefühl im Intimbereich ist eine Blasenentzündung. Dennoch sind diese Gefühle unangenehm und stören oft beim Sitzen und Gehen, beim Sport oder auch beim Sex. Die Symptome können der Beginn einer Blasenentzündung sein, oder auch durch mechanische Reizungen oder falsche Intimhygiene verursacht werden. Die Möglichkeiten sind vielfältig, zum Glück gibt es auch mehrere Ansätze um Abhilfe zu schaffen.

Was passiert im Körper?

Wie schon im vorigen Kapitel beschrieben, verändert Östrogenmangel die Schleimhäute im Vaginalbereich, was zu weniger Schutz und weniger Feuchtigkeit führt. Auch das veränderte Scheidenmilieu führt dazu, dass der Intimbereich schneller gereizt reagiert. Für mehr Details dazu kannst du gern dort nachlesen.

Typische Merkmale

Die Merkmale können vielfältig sein: Stechen, Brennen, Juckreiz, Spannungsgefühl, das Gefühl wund zu sein oder ganz allgemein im Vaginalbereich überempfindlich zu reagieren usw. All das kann auf empfindliche Vaginalschleimhäute hinweisen, aber auch andere Ursachen haben.

Die Beschwerden können dauerhaft vorhanden sein oder nur in bestimmten Situationen auftreten z.B. nach dem Sex, beim Radfahren, nach dem Sport, nach dem Waschen, beim Tragen enger Kleidung usw.

Mögliche Auslöser

Einige Auslöser, wie reizende Intimpflegeprodukte, Geschlechtsverkehr, Stress oder ein geschwächtes Immunsystem sind die gleichen wie bei Blasenentzündungen, lies gern in diesem Kaptitel dazu nach.

Zusätzlich können auch folgende Punkte eine Rolle spielen:

  • Mechanische Reibung durch enge Kleidung, Radfahren, Sport, Sex oder längeres Sitzen können die empfindliche gewordene Schleimhaut reizen
  • Slipeinlagen oder Binden: Besonders parfümierte oder wenig atmungsaktive Produkte können die Haut reizen, Feuchtigkeit stauen und das natürliche Gleichgewicht im Intimbereich belasten und so das Brennen oder Jucken verstärken
  • Zu häufiges Waschen: Auch wenn Hygiene wichtig ist, kann zu häufiges oder intensives Waschen die Schleimhaut austrocknen und die Schutzbarriere schwächen. Die Scheide reinigt sich grundsätzlich selbst und braucht keine aggressive manuelle Reinigung
  • Duftstoffe und Waschmittel: Nicht nur Intimpflegeprodukte können reizen, sondern auch Waschmittel, Weichspüler oder parfümierte Produkte, die mit der Unterwäsche in Kontakt kommen
  • Medizinische Ursachen: Pilzinfektionen, bakterielle Infektionen, Hauterkrankungen, Ekzeme oder allergische Reaktionen können ebenfalls Brennen oder Jucken auslösen

Was helfen kann

Viele Empfehlungen sind schon im Kapitel über Blasenentzündungen beschrieben: sanfte Intimpflege, ausreichend Flüssigkeit, Schleimhäute unterstützen und Stress reduzieren.

Was zusätzlich helfen kann:

  • Reizquellen reduzieren: Alles weglassen, was zusätzlich reizen könnte, von stark duftenden Waschmitteln und Weichspülern über parfümierte Slipeinlagen bis hin zu Intimsprays und Vaginalduschen
  • Weniger ist oft mehr: eine einfache, milde Pflegeroutine einführen, den Intimbereich nur mit klarem Wasser oder sehr milden, unparfümierten Produkten waschen, das ist meistens völlig ausreichend
  • Atmungsaktive Kleidung tragen: Baumwollunterwäsche und lockere Kleidung bevorzugen, so verhindert man Wärmestaus und reduziert Reibung und Feuchtigkeit, die direkt am Körper bleibt und für zusätzliche Reibung sorgt
  • Feuchtigkeitsgele gezielt einsetzen: Bei vaginaler Trockenheit können geeignete Feuchtigkeitsgele helfen. Die Produkte müssen auf jeden Fall für den sensiblen Intimbereich geeignet sein.
  • Gleitmittel beim Sex verwenden: so können Reibung und kleine Verletzungen vermieden werden
  • Keine dauerhafte Selbstbehandlung nach Selbstdiagnose: Manchmal greifen wir bei Juckreiz automatisch zu Mitteln gegen Pilzinfektionen, die uns irgendwann mal verschrieben wurden. Das ist aber nur sinnvoll, wenn das Jucken tatsächlich von einer Pilzinfektion ausgelöst wird, sonst kann dadurch die Schleimhaut zusätzlich gereizt werden und die eigentliche Ursache verschleiert werden. Ein Jucken kann eine Pilzinfektion sein, aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten, die in Betracht gezogen werden sollten.
  • Beschwerden beobachten: Achte darauf, wann die Beschwerden auftreten: nach dem Waschen, nach Sex, nach bestimmten Pflegeprodukten, bei Stress, nach Medikamenteneinnahme oder rund um eine bestimmte Zyklusphase. Das ist auf jeden Fall hilfreich, auch für eine ärztliche Abklärung

Wann zum Arzt

Brennen oder Jucken im Intimbereich sollte ärztlich abgeklärt werden, besonders wenn die Beschwerden neu auftreten, stark sind, immer wiederkommen oder trotz sanfter Pflege nicht besser werden. Es ist gerade im Intimbereich schwierig, selbst festzustellen, ob hormonelle Trockenheit, eine Infektion, eine Hautreizung oder andere Ursachen die Auslöser sind.

Besonders wichtig ist eine Abklärung, wenn zusätzlich auffälliger Ausfluss, unangenehmer Geruch, Schmerzen, Blutzungen, kleine Risse, offene Stellen, Hautveränderungen oder anhaltendes Brennen beim Wasserlassen vorhanden sind.

4. Ausfluss… wenn sich das Scheidenmilieu verändert

Ausfluss ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches, sondern ein normaler Teil der Selbstreinigung der Scheide. Oft kommt es auch zu Veränderungen beim Ausfluss im Lauf des Zyklus: mal mehr, mal weniger, mal klar, manchmal cremig. In den Wechseljahren kann sich der Ausfluss verändern, sowohl Geruch wie auch Farbe, Menge oder Konsistenz.

Was passiert im Körper?

Wie schon in den vorigen Kapiteln beschrieben verändert der sinkende Östrogenspiegel die Vaginalschleimhaut und das Scheidenmilieu. Besonders das veränderte Scheidenmilieu kann auch den Ausfluss verändern.

Typische Merkmale

Normaler weiblicher Ausfluss kann klar, weißlich, leicht cremig oder durchsichtig sein.

Bräunlicher Ausfluss kann manchmal mit leichten Blutungsresten zusammenhängen, das kann vor der Menopause ebenfalls ganz normal sein.

Mögliche Auslöser

Einige Auslöser wurden schon in den vorherigen Kapiteln genannt, neben hormonellen Veränderungen sind das besonders reizende Intimpflegeprodukte, Stress oder ein geschwächtes Immunsystem.

Zusätzlich können auch folgende Punkte bei Veränderungen beim Ausfluss eine Rolle spielen

  • Veränderte Vaginalflora: Wenn die natürliche Schutzflora aus dem Gleichgewicht gerät, können sich bestimmte Bakterien oder Pilze leichter vermehren. Das kann Menge, Geruch, Farbe oder Konsistenz des Ausflusses verändern.
  • Unregelmäßige Blutungen in der Perimenopause: Durch hormonelle Schwankungen kann es zu Zwischenblutungen, Schmierblutungen oder bräunlichem Ausfluss kommen. Das kann harmlos sein, sollte aber beobachtet und bei Unsicherheit abgeklärt werden
  • Infektionen: Pilzinfektionen, bakterielle Infektionen oder auch sexuell übertragbare Infektionen können auffälligen Ausfluss verursachen, der meist auch mit Brennen, Jucken, unangenehmem Geruch oder Schmerzen verbunden ist.
  • Antibiotika: Antibiotika verändern die Vaginalflora, und reduzieren den natürlichen Schutz
  • Sex: Geschlechtsverkehr kann das Scheidenmilieu kurzfristig verändern. Auch Sperma, Gleitmittel, Kondome oder mechanische Reibung können dazu führen, dass der Ausfluss danach anders wahrgenommen wird
  • Fremdkörper in der Vagina: z.B. ein vergessenes Tampon, das kann zu starkem Geruch, auffälligen Ausfluss oder anderen Beschwerden führen.

Was helfen kann

Vieles wurde schon in den vorigen Kapiteln genannt, wie sanfte Intimpflege, atmungsaktive, lockere Kleidung, keine Vaginalduschen und keine parfümierten Produkte.

Zusätzlich kann bei Ausfluss auch folgendes helfen:

  • Ausfluss nicht automatisch bekämpfen: Es ist grundsätzlich eine normale Körperfunktion, nicht jede Veränderung ist krankhaft, daher ist es wichtig Geruch, Farbe, Menge und Begleitbeschwerden zu beobachten.
  • Veränderungen beobachten: Es kann hilfreich sein zu erkennen, ob Ausfluss mit bestimmten Situationen zusammenhängt, z.B. Zyklusphasen, Sex, bestimmte Pflegeprodukte, Antibiotika, Stress…

Wann zum Arzt

Ausfluss sollte ärztlich abgeklärt werden, wenn er sich plötzlich stark verändert, unangenehm riecht, gelblich, grünlich, grau, bröckelig, schaumig oder blutig ist.

Auch wenn zusätzlich Brennen, Jucken, Schmerzen, Unterleibsbeschwerden, Fieber oder Blutungen auftreten ist eine Abklärung wichtig.

Besonders wichtig ist ärztliche Abklärung bei blutigem oder bräunlichem Ausfluss nach der Menopause. Wenn zwölf Monate oder länger keine Blutung mehr aufgetreten ist, sollte jede neue Blutung oder Blutbeimengung medizinisch abgeklärt werden.

Auch wenn man das Gefühl hat, die Ursachen von auffälligem Ausfluss zu kennen, sollte nicht dauerhaft selbst behandelt werden. Gerade weil hormonelle Veränderungen, Infektionen, Schleimhautreizungen und andere Ursachen ähnliche Beschwerden auslösen können, ist eine klare Diagnose wichtig.

5. Schmerzen beim Sex… wenn Nähe plötzlich unangenehm wird

Ein weiteres Thema, über das wir nicht wirklich gerne sprechen… Sex sollte uns Frauen Freude bereiten und Spaß machen, und uns keine Schmerzen bereiten. Und wenn da Schmerzen sind, dann sollten wir sie auf keinen Fall einfach aushalten, überspielen oder als normal hinnehmen!

Schmerzen beim Sex können die Lebensqualität, die Partnerschaft, das eigene Körpergefühl und auch die Lust auf Nähe deutlich beeinflussen. Die Schmerzen können in den Wechseljahren neu auftreten oder stärker werden – weil die veränderten Hormone auch hier ihre Hand im Spiel haben…

Was passiert im Körper?

Wie im Kapitel über Blasenentzündungen schon im Detail ausgeführt, verändert der sinkende Östrogenspiegel die Vaginalschleimhaut. Sie wird trockener, dünner, empfindlicher und weniger elastisch. Und genau das kann sich beim Sex deutlich bemerkbar machen, weil es hier oft zu viel Reibung und Dehnung kommt. Kleine Reizungen oder Mikroverletzungen entstehen dann recht rasch und können zu Brennen oder Schmerzen führen.

Dazu kommt: Wenn Sex einmal oder mehrfach schmerzhaft war, merkt sich der Körper diese Erfahrung. Er spannt sich rascher an, in der Erwartung, dass es wieder weh tun können. Beckenboden und Muskulatur im Intimbereich können sich dann unbewusst verkrampfen. Dadurch wird das Eindringen schwieriger, die Reibung nimmt zu und Schmerzen werden noch wahrscheinlicher… und es entsteht ein Kreislauf aus Schmerzen, Anspannung und Vermeidung, der körperliche, hormonelle, muskuläre, psychische und partnerschaftliche Aspekte miteinander verbindet.

Typische Merkmale

Schmerzen beim Sex können sehr unterschiedlich sein – von Brennen oder Stechen bei der Penetration bis hin zu einem wunden Gefühl, Trockenheit, Reibung, Druck oder tiefer liegenden Schmerzen im Unterbauch.

Die Beschwerden können während des Geschlechtsverkehrs auftreten, direkt danach oder auch noch Stunden später spürbar sein. Manchmal kommt es zusätzlich zu einem Brennen beim Wasserlassen, kleinen Rissen, Blutspuren, Juckreiz oder einem gereizten Gefühl im Vaginalbereich.

Indirekt kann auch eine Veränderung der Lust ein Merkmal sein, denn wenn Sex immer wieder unangenehm ist, ist es nur verständlich, dass der Körper weniger Verlangen entwickelt oder Nähe zunehmend mit Anspannung verbindet.

Mögliche Auslöser

Einige Auslöser wurden schon in den vorigen Kapiteln genannt: trockene und empfindliche Schleimhäute, ein verändertes Scheidenmilieu, Infektionen, Stress oder ein geschwächtes Immunsystem.

Zusätzlich können bei Schmerzen beim Sex auch folgende Punkte eine Rolle spielen:

  • Anspannung im Beckenboden: Wenn Schmerzen erwartet werden oder bereits erlebt wurden, kann sich der Beckenboden unbewusst anspannen und so mögliche Schmerzen verstärken.
  • Zu wenig Erregung: Manchmal braucht der Körper länger als früher, bis er erregt ist. Ist der Körper nicht bereit, ist die Schleimhaut weniger gut durchblutet und befeuchtet.
  • Infektionen oder Entzündungen: Es gibt auch verschiedene medizinische Ursachen, warum Sex manchmal schmerzhaft ist. Besonders wenn zusätzliche Symptome da sind, sollten andere Ursachen wie Pilzinfektionen, Harnwegsinfekte usw. ärztlich ausgeschlossen werden.
  • Narben oder frühere Verletzungen: Geburtsverletzungen, Dammverletzungen oder Narbengewebe im Intimbereich können durch die hormonellen Veränderungen empfindlicher werden
  • Druck, Angst oder Beziehungsthemen: Schmerzen beim Sex sind nicht automatisch psychisch, aber Stress, Druck, unausgesprochene Konflikte oder Angst vor Schmerzen können die körperliche Anspannung und damit mögliche Beschwerden verstärken.

Was helfen kann

Vieles was in den Kapiteln zu Blasenentzündung, brennender Vagina und Ausfluss beschrieben wurde, gilt auch hier: sanfte Intimpflege, keine zusätzlichen Reizungen und genügend Feuchtigkeit können hilfreich sein, um Schmerzen beim Sex zu reduzieren.

Was zusätzlich wichtig ist:

  • Nicht „durchhalten“: Schmerzen sind ein Signal des Körpers und sollten ernst genommen werden. Wenn Sex wehtut, ist Durchhalten keine gute Lösung, da sich so Schmerz, Anspannung und Vermeidung sogar verstärken können.
  • Gleitmittel verwenden: So kann Reibung reduziert werden und die Schleimhäute werden entlastet.
  • Mehr Zeit einplanen: Der Körper braucht während der Wechseljahre manchmal länger, um erregt zu werden. Mehr Zeit, weniger Druck und ein langsameres Tempo können helfen, dass die Schleimhaut besser durchblutet und befeuchtet wird.
  • Offen kommunizieren: Schmerzen beim Sex betreffen oft nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche. Ein offenes Gespräch kann den Druck reduzieren und dabei helfen, gemeinsam neue Formen von Nähe zu finden.
  • Beckenboden bewusst wahrnehmen: Beckenbodenübungen helfen, den Beckenboden bewusst anzuspannen und auch zu entspannen, daher kann es hilfreich sein, besonders diese Region des Körpers gezielt zu trainieren.
  • Reizquellen vermeiden: Parfümierte Produkte, aggressive Intimpflege oder mechanische Reizung durch unbequeme, enge Kleidung können Beschwerden verstärken
  • Andere Formen von Nähe zulassen: Sexualität hat so viele Formen, wenn Geschlechtsverkehr schmerzhaft ist, können andere Formen von Berührung, Intimität und Nähe umso wichtiger werden, um die Verbindung zum Partner nicht nur mit Schmerz zu verknüpfen.
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Wann zum Arzt?

Schmerzen beim Sex, die sehr stark sind oder immer stärker werden, die immer wieder kommen und auch trotz Gleitmittel usw. bleiben, können natürlich mit einem Arzt besprochen werden.

Besonders wichtig ist eine Abklärung, wenn zusätzliche Symptome wie z.B. Blutungen, Unterleibsschmerzen oder Brennen beim Wasserlassen hinzukommen. Denn es ist für jede Frau wichtig zu wissen, aus welchen Gründen die Schmerzen auftreten, und wie den Schmerzen entgegengewirkt werden kann.

6. Plötzlich keine Lust mehr auf Sex…

Unsere sexuelle Lust verändert sich im Lauf des Lebens immer wieder. In den Wechseljahren kann es passieren, dass das Verlangen nach Sex weniger wird, sich anders anfühlt oder scheinbar ganz verschwindet. Das kann besonders dann ein Problem werden, wenn die Bedürfnisse in einer Partnerschaft sich unterschiedlich entwickeln.

Was passiert im Körper?

Die Ursachen für die Lustlosigkeit können vielfältig sein. Wie im letzten Kapitel beschrieben, können Schmerzen beim Sex oder wiederkehrende Beschwerden im Intimbereich dazu führen, dass der Körper lernt, dass Sex unangenehm oder schmerzhaft sein kann und so das Verlangen nachlässt. Lust entsteht leichter, wenn der Körper sich sicher, entspannt und wohl fühlt.

Gleichzeitig wirken die hormonellen Veränderungen während der Wechseljahre direkt auf das sexuelle Erleben. Sinkendes Östrogen führt dazu, dass sich Erregung langsamer aufbaut und sich Berührungen durch veränderte Schleimhäute anders anfühlen als früher.

Testosteron ist auch bei Frauen wichtig für sexuelles Verlangen, Energie und Antrieb. Auch dieses Hormon kann im Lauf der Wechseljahre langsam weniger werden. Wichtig ist: Lust ist nie nur von einem einzelnen Hormon abhängig. Auch Schlaf, Stress, Erschöpfung, Stimmung, Beziehung, das eigene Selbstbild und die Belastungen im Leben haben viel Einfluss auf die sexuelle Lust.

Wir Frauen sind oft genau in den Jahren der Perimenopause in vielen Lebensbereichen stark gefordert: Beruf, Familie, Partnerschaft, vielleicht auch pflegebedürftige Angehörige, Kinder im Teenageralter usw. Daneben verändert sich der Körper und durch die vielen Verpflichtungen bleibt oft wenig Zeit für uns selbst und unsere Bedürfnisse. Wenn unser Körper immer nur funktionieren muss, bleibt oft gar kein Raum mehr für die Lust.

Typische Merkmale

Weniger Lust auf Sex bzw. kaum noch sexuelles Verlangen sind logische Merkmale. Oft ist da auch der Wunsch nach mehr Nähe, Zärtlichkeit oder Berührung ganz ohne Geschlechtsverkehr.

Mögliche Auslöser

Die Auslöser der letzten Kapitel gelten auch hier, zusätzlich kann auch folgendes eine Rolle spielen:

  • Erschöpfung und Schlafmangel: Wenn der Körper dauerhaft müde ist, steht Regeneration im Vordergrund. Sexuelle Lust braucht Energie und innere Verfügbarkeit in einer entspannten Atmosphäre, alle das fehlt oft, wenn Schlaf und Erholung zu kurz kommen
  • Stress und innere Anspannung: Dauerstress hält das Nervensystem in Alarmbereitschaft. Der Körper ist dann mehr auf Leistung, Kontrolle und Durchhalten eingestellt als auf Nähe, Genuss und Hingabe.
  • Verändertes Körpergefühl: Unsere Körper verändert sich während der Wechseljahre, das kann zu einem veränderten Selbstbild führen. Wenn wir uns im eigenen Körper fremd oder unwohl fühlen, haben wir oft weniger Lust, unsere Körper zu zeigen oder berühren zu lassen.
  • Schmerzen oder Angst vor Schmerzen: Schon die Erwartung, dass Sex unangenehm werden könnte, kann die Lust blockieren. Der Körper schützt sich dann, indem er Vermeidung oder Rückzug signalisiert.
  • Beziehung und Kommunikation: Unausgesprochene Konflikte, fehlende Nähe, Druck, unterschiedliche Bedürfnisse usw. können das sexuelle Verlangen ebenfalls reduzieren
  • Stimmungsschwankungen oder depressive Verstimmungen: Wenn die eigene Stimmung dauerhaft gedrückt ist und Freude oder Antrieb fehlen hat das ebenfalls Einfluss auf die sexuelle Lust. Mehr dazu im Teil 5 der Serie „Wechseljahre im Fokus“ – Psychische Symptome
  • Medikamente oder körperliche Erkrankungen: Manche Medikamente, wie bestimmte Antidepressiva, Blutdruckmedikament oder Hormonpräperate haben ebenfalls Einfluss auf die Libido, genauso wie verschiedene physische Erkrankungen.
  • Lebensphase und innere Neuorientierung: Die Wechseljahre sind für viele Frauen eine Zeit, in der sie vieles in Frage stellen und für sich selbst herausfinden wollen, was ihnen guttut, was bleiben darf und was sie nicht mehr wollen. Auch die eigene Sexualität kann Teil dieser Neuorientierung sein.
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Was helfen kann

Sich selbst unter Druck zu setzen hilft in keinem Fall, besser ist es, genau hinzuschauen, was die Lust bremst: ist es körperlich, emotional, partnerschaftlich oder ganz etwas anderes…

  • Körperliche Beschwerden ernst nehmen: Trockenheit, Brennen oder Schmerzen sollten auf jeden Fall beobachtet und behandelt werden, denn Lust kann sich schwer entfalten, wenn der Körper mit Schmerzen rechnet
  • Druck herausnehmen: Lust lässt sich nicht erzwingen, je mehr man sie erwartet oder je mehr sie eingefordert wird, desto eher verschwindet sie. Manchmal ist es hilfreich, Sexualität nicht als Pflicht, sondern als Raum für Nähe und Entdeckung zu betrachten.
  • Mehr Raum für Erholung schaffen: Schlaf, Pausen, Stressreduktion und Zeit für sich kann helfen, sich selbst zu stärken.
  • Über Bedürfnisse sprechen: Ein offenes Gespräch kann Druck herausnehmen. Es geht nicht um Schuld, sondern um gegenseitiges Verständnis der Bedürfnisse des Partners bzw. der Partnerin.
  • Nähe nicht nur über Sex definieren: Zärtlichkeit, Berührung, Kuscheln, Massagen oder bewusste gemeinsame Zeit können helfen, körperliche Nähe wieder positiv aufzuladen, ohne dass sofort der Geschlechtsverkehr im Mittelpunkt steht.
  • Den eigenen Körper neu kennenlernen: Was tut mir jetzt gut? Welche Berührungen, welches Tempo und welche Formen von Nähe will ich jetzt? Wenn ich selbst weiß was ich will und brauche kann das nur positiv sein.

 

Wann zum Arzt?

Solange die sexuelle Lustlosigkeit nicht belastet und zur eigenen Lebenssituation passt, ist eine ärztliche Abklärung nicht wirklich nötig. Wenn der Verlust der Lust allerdings sehr plötzlich auftritt, stark belastet oder mit körperlichen Beschwerden verbunden ist, ist es sicher sinnvoll, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

7. Nächtlicher Harndrang… wenn die Blase den Schlaf unterbricht

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Wie lästig… nachts wachen wir plötzlich immer öfter ein oder zweimal auf, um auf die Toilette zu gehen. Das ist nervig, einerseits unterbricht es den Schlaf und das Einschlafen danach fällt häufig schwer, andererseits stellt es uns hin und wieder auch vor Herausforderungen, die wir früher noch nicht hatten.

Eine kleine Geschichte aus meinem Leben… wir waren vor kurzem auf einem Festival, campen, und meine Hauptsorgen in den Tagen und Wochen vor dem Event waren: Wie schaffen wir es einen Platz für unser Zelt möglichst nah am WC zu erhalten, damit ich in der Nacht nicht zu weit laufen muss? Reicht eine Taschenlampe oder besser eine Stirnlampe für die nächtlichen WC-Gänge? Wie komme ich so leise aus dem Zelt, dass ich nicht alle aufwecke? Die Alternative wäre gewesen, nicht zu fahren – das kam nicht in Frage… aber diese Gedanken hätte ich mir früher nicht gemacht und sie haben die Vorfreude doch etwas getrübt.

Fazit im Nachhinein: Es hat alles gut geklappt, Taschenlampe hat gereicht, ich war nicht die einzige und hab auch niemanden aufgeweckt!

Dennoch, es ist nervig und belastend und schuld am nächtlichen Harndrang ist oft nicht (nur) zu viel Flüssigkeitsaufnahme am Abend, sondern es spielen, wie so oft, auch unsere Hormone und ein empfindlich werdender Harnwegsbereich eine Rolle.

Was passiert im Körper?

Während der Wechseljahre verändern sich gleich mehrere Dinge in unserem Körper, die Einfluss auf unseren Harndrang haben:

  • Wenn unser Östrogenspiegel sinkt, werden die Schleimhäute im Bereich von Vagina, Harnröhre und Blase dünner, trockener und empfindlicher und reagieren dadurch schneller auf verschiedene Reize des Körpers. Dadurch hat man oft das Gefühl, häufiger Harndrang zu entwickeln bzw. wirkt die Blase empfindlicher als früher
  • Durch die Wechseljahre verändert sich oft auch unser Schlaf. Wir schlafen oft leichter, wachen öfter auf oder werden durch Hitzewallungen, Nachtschweiß, innere Unruhe oder Stress aus dem Schlaf gerissen. Und wenn wir wach sind, nehmen wir auch den Harndrang stärker wahr. Es kann also sein, dass gar nicht der Harndrang der Grund fürs Aufwachen ist, sondern ganz was anderes, aber wenn wir wach sind erkennen wir, dass wir auch gleich auf die Toilette gehen könnten. Falls du mehr zum Thema Schlaf wissen willst lies gern meinen Blogartikel „Schlaf – unsere Quelle für Kraft, Klarheit und Lebensfreude“.
  • Auch unser Flüssigkeitshaushalt verändert sich. Wir entwickeln manchmal Wassereinlagerungen, z.B. in Beinen, Füßen oder Händen. Wenn der Körper nachts zur Ruhe kommt, kann die eingelagerte Flüssigkeit wieder leichter in den Kreislauf des Körpers zurückfließen und über die Nieren ausgeschieden werden. Dadurch kann die Urinmenge in der Nacht zunehmen. Mehr zum Thema Wassereinlagerungen findest du im Blogartikel zum Thema „Stoffwechsel im Wandel“

Typische Merkmale

Nächtlicher Harndrang bedeutet, dass wir ein- oder mehrmals pro Nacht aufwachen und auf die Toilette müssen. Manchmal kommt tatsächlich viel Urin, manchmal ist es nur wenig, obwohl der Harndrang deutlich spürbar war.

Oft ist das Einschlafen danach schwierig und so kann ein Kreislauf entstehen: Man schläft schlechter, wacht häufiger auf, nimmt Körpersignale deutlicher wahr, geht öfter zur Toilette… und schläft dadurch noch unruhiger.

Mögliche Auslöser

Neben hormonellen Veränderungen und empfindlicher werdenden Schleimhäuten, Wassereinlagerungen oder Schlafstörungen kann der nächtliche Harndrang durch verschiedene weitere Faktoren verstärkt werden:

  • Spätes Trinken von großen Flüssigkeitsmengen: Wer am Abend noch viel trinkt, muss nachts oft häufiger auf die Toilette. Besonders dann, wenn tagsüber wenig getrunken wurde und der Körper die Flüssigkeitszufuhr erst am Abend nachholt
  • Koffein: Kaffee, schwarzer oder grüner Tee, Cola oder Energydrinks können die Blase reizen und harntreibend wirken. Koffein, am Abend oder Nachmittag getrunken, kann zusätzlich auch den Nachtschlaf stören.
  • Alkohol: Alkohol kann die Urinproduktion erhöhen und gleichzeitig den Schlaf unruhiger machen. Dadurch wacht man häufiger auf und nimmt den Harndrang stärker wahr.
  • Reizblase oder empfindliche Blase: Manchmal kommt es während der Wechseljahre zu einer stärkeren Blasenempfindlichkeit. Die Blase meldet sich dann schon, wenn sie noch nicht wirklich stark gefüllt ist.
  • Stress und Anspannung: Ein dauerhaft aktiviertes Nervensystem kann auch die Blase beeinflussen. Wer innerlich angespannt ist, schläft oft leichter und reagiert empfindlicher auf körperliche Signale.
  • Medikamente oder Erkrankungen: Manche Medikamente führen zu stärkerem Harndrang, auch Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Nierenerkrankungen oder andere körperliche Ursachen können zu häufigerem nächtlichen Toilettengang führen

Was helfen kann

Die Ursachen für nächtlichen Harndrang können vielfältig sein, dennoch gibt es einige Möglichkeiten, die Blase und den Schlaf zu entlasten:

  • Trinkmenge über den Tag verteilen. Wenn wir tagsüber regelmäßig trinken und nicht erst abends den Großteil der Flüssigkeit des Tages aufnehmen, kann der Körper die Flüssigkeit besser verarbeiten. Zu wenig zu trinken ist übrigens keine gute Lösung, da konzentrierter Urin die Blase zusätzlich reizen kann.
  • Reizende Getränke besonders abends reduzieren. Kaffee, schwarzer oder grüner Tee, Alkohol und stark zuckerhaltige Getränke können Harndrang und Schlafprobleme verstärken. Ein Selbstversuch hilft: was ändert sich, wenn wir diese Getränke abends reduzieren?
  • Vor dem Schlafengehen bewusst zur Toilette gehen: Die Blase vor dem Zubettgehen nochmal zu entleeren kann helfen, den ersten nächtlichen Toilettengang hinauszuzögern.
  • Wassereinlagerungen tagsüber beachten: Wenn Beine oder Füße abends geschwollen sind, können Bewegung, Beine hochlagern oder eine sanfte Aktivierung der Muskeln hilfreich sein, um die Flüssigkeit schon vor der Nacht besser abzutransportieren
  • Schlafqualität verbessern: eine ruhige Abendroutine, Entspannung oder Atemübungen können helfen, das nächtliche Aufwachen zu reduzieren. Wenn wir nicht aufwachen, nehmen wir auch den leichten Harndrang weniger stark wahr.
  • Blase beobachten: Es kann hilfreich sein, einige Tage lang zu notieren, wann und wie viel getrunken wird, welche Getränke und wie oft man dann nachts zur Toilette muss und wieviel Urin kommt. Dadurch wird erkennbar, ob eher die Blase, der Schlaf, die Wassereinlagerungen oder die Trinkgewohnheiten die Ursache für nächtliche Toilettengänge sind.
  • Beckenboden unterstützen: Ein gut funktionierender Beckenboden unterstützt die Blasenfunktion, oft ist unser Beckenboden nur wenig trainiert, gezielte Übungen mit fachlicher Unterstützung sind hier hilfreich. Ein paar erste Übungsbeispiele und mehr Infos zum Beckenboden findest du z.B. unter folgendem Link.

Wann zum Arzt?

Nächtlicher Harndrang sollte abgeklärt werden, wenn er plötzlich neu auftritt, sehr stark wird oder den Schlaf dauerhaft erheblich beeinträchtigt. Auch wenn zusätzlich Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen, Blut im Urin, Fieber oder Unterbauchschmerzen auftreten, ist eine medizinische Abklärung wichtig.

Besonders aufmerksam sollte man sein, wenn der nächtliche Harndrang mit starkem Durst, auffälliger Müdigkeit, Gewichtsveränderungen, geschwollenen Beinen, Atemnot oder Herz-Kreislauf-Problemen verbunden ist. Das kann auf andere körperliche Ursachen hinweisen, die nichts bzw. nicht nur mit den Wechseljahren zu tun haben.

8. Inkontinenz… die Blase ist nicht mehr ganz verlässlich

Ungewollter Harnverlust – wie unangenehm und peinlich… zumindest in unserem Kopf! Inkontinenz passiert viel häufiger als wir denken, besonders nach Schwangerschaften, Geburten, mit zunehmendem Alter… und ja, auch durch die Wechseljahre.

Manchmal passiert es nur beim Niesen, Husten, Lachen oder Springen. Manchmal kommt der Harndrang so plötzlich, dass wir den Weg zur Toilette kaum noch rechtzeitig schaffen… auch wenn am Ende manchmal nur ein paar Tropfen Urin entweichen, fühlen wir uns ganz einfach unsicher und unwohl.

Was passiert im Körper?

Inkontinenz betrifft nicht nur unsere Blase, sondern sie entsteht, wenn das Zusammenspiel zwischen Blase, Harnröhre, Beckenboden, Bindegewebe, Nerven und Muskulatur nicht mehr perfekt funktioniert. Denn dieses System sorgt normalerweise dafür, dass Urin gespeichert wird und erst dann abgegeben wird, wenn wir bewusst zur Toilette gehen. Mehr Infos zum Thema Inkontinenz und einige medizinische Erläuterungen findet man z.B. hier: https://www.netdoktor.at/symptome/inkontinenz/

In den Wechseljahren können mehrere Veränderungen dieses Zusammenspiel beeinflussen:

  • Wie schon in den vorigen Kapiteln beschrieben, werden die Schleimhäute im Bereich von Vagina, Harnröhre und Blase durch den sinkenden Östrogenspiegel oft dünner, trockener und empfindlicher. Dadurch fühlt sich die Harnröhre weniger gut geschützt an und die Blase reagiert rascher auf Reize
  • Unser Bindegewebe verändert sich. Östrogen unterstützt hier die Festigkeit und die Elastizität. Wenn der Östrogenspiegel sinkt, kann das Gewebe im Beckenbereich an Spannkraft verlieren und der Beckenboden muss dadurch mehr leisten.
  • Unser Beckenboden ist wie eine tragende Schicht im unteren Becken. Er unterstützt Blase, Gebärmutter und Darm und hilft dabei, die Harnröhre zu verschließen. Bei vielen Frauen ist genau der Bereich des Beckenbodens allerdings durch Schwangerschaften, Geburten, langes Sitzen, wenig gezieltes Training, Übergewicht oder chronische Belastungen dauerhaft gefordert. Wenn dieser Bereich des Körpers schwächer wird oder nicht gut koordiniert arbeitet, kann es passieren, dass Urin ungewollt abgeht, besonders dann, wenn plötzlich Druck im Bauchraum entsteht, z.B. beim Husten, Niesen, Lachen, Heben oder beim Sport.

Typische Merkmale

Ein paar Tropfen Urin beim Husten, Niesen, Lachen, Laufen, Springen oder Heben – das ist Belastungsinkontinenz, weil der Harnverlust durch körperliche Belastung entsteht.

Daneben gibt es noch die Dranginkontinenz, hier kommt der Harndrang sehr plötzlich und sehr stark.

Oft gibt es auch Mischformen: Die Blase meldet sich häufiger und dringlicher als früher, gleichzeitig gehen bei Belastungen kleine Mengen Urin verloren.

Typisch ist auch, dass wir beginnen, unseren Alltag anzupassen: weniger trinken, vorsorglich dauernd auf die Toilette gehen, keine längeren Ausflüge. Sportarten wie Trampolinspringen oder Tanzen werden vermieden, genauso wie Situationen, in denen keine Toilette in der Nähe ist. Inkontinenz wird also zu einem Thema, das uns in unserem Alltag ständig begleitet.

Blog | Wechseljahrssymptome Teil 6 | Wachsen im Wechsel Martina Pietsch, Brunnen, aus mehreren Wasserauslässen fließt Wasser in ein blaues Becken

Mögliche Auslöser

Einiges ist im Kapitel über nächtlichen Harndrang nachzulesen, wie z.B. empfindlichere Schleimhäute, Stress, bestimmte Getränke oder Medikamente.

Zusätzlich können bei Inkontinenz auch ein schwacher Beckenboden oder eine schlechte Koordination von Anspannen und Loslassen des Beckenbodens sowie Bindegewebsveränderungen eine Rolle spielen. Weitere Punkte, die Inkontinenz triggern können sind:

  • Übergewicht oder Druck im Bauchraum: Zusätzliches Gewicht, häufiges schweres Heben oder starker Druck im Bauchraum belasten den Beckenboden zusätzlich
  • Chronischer Husten, z.B. durch Rauchen, Asthma, Allergien oder chronischen Atemwegserkrankungen erzeugt ebenfalls Druck auf den Beckenboden, der die Beschwerden verstärken kann.
  • Verstopfung: Starkes Pressen beim Stuhlgang belastet den Beckenboden und kann die Blasenfunktion beeinflussen. Verdauungsprobleme, die in den Wechseljahren ebenfalls häufiger auftreten können, spielen daher indirekt auch hier eine Rolle.

Was helfen kann

Bei Inkontinenz ist es wichtig, sich Hilfe zu holen und nicht aus Scham alles allein aushalten zu wollen. Es gibt viele Möglichkeiten Blase und Beckenboden zu unterstützen und sich den Alltag zu erleichtern. Was wirklich hilfreich ist, ist auch davon abhängig, welche Form der Inkontinenz im Vordergrund steht.

  • Beckenboden gezielt trainieren. So wird die Muskulatur gekräftigt und die Kontrolle verbessert. Wichtig ist es, die richtigen Muskeln zu aktivieren und nicht Bauch, Po oder Oberschenkel mit-anzuspannen.
  • Beckenboden entspannen lernen. So wird die Beckenbodenkoordination verbessert und das eigene Körpergefühl verbessert
  • Fachliche Unterstützung nutzen: Es gibt spezialisierte Physiotherapeuten, die das Problem lokalisieren können und durch gezielte Übungen kräftigen, die Haltung verbessern, die Atmung anpassen oder auch die Koordination anregen können.
  • Blase beobachten: Wie beim nächtlichen Harndrang ist es auch hier hilfreich Trinkmenge, Toilettengänge, Harndrang und Situationen mit Harnverlust zu notieren, um die Ursachen besser erkennen zu können.
  • Nicht zu wenig trinken: Durch zu wenig trinken, wird die Blase zusätzlich gereizt, daher ist es besser die Trinkmenge gut über den Tag zu verteilen
  • Verstopfung entgegenwirken: Eine gute Verdauung entlastet auch den Beckenboden. Ausreichend Flüssigkeit, Ballaststoffe, Bewegung und eine entspannte Toilettenroutine können hilfreich sein. Mehr dazu findest du z.B. in folgendem Artikel.
  • Druckbelastung reduzieren. Beim Heben, Tragen oder Sport auf die Atmung und die Körperhaltung achten, ständiges Pressen oder Luftanhalten erhöht den Druck im Bauchraum und belastet den Beckenboden zusätzlich.
  • Geeignete Hilfsmittel nutzen: Saugfähige Einlagen und Inkontinenzprodukte können im Alltag Sicherheit geben. Sie lösen die Ursache nicht, können aber entlasten, solange an einer Verbesserung gearbeitet wird.
  • Alltag nicht zu stark einschränken: Wenn Ausflüge, Bewegung, Sport oder soziale Aktivitäten komplett vermieden werden, kann das das Problem emotional noch größer machen. Besser ist es, gezielt Unterstützung zu holen und gleichzeitig praktikable Lösungen für den Alltag zu finden.

Wann zum Arzt?

Inkontinenz sollte ärztlich abgeklärt werden, besonders wenn sie den Alltag belastet, sie neu auftritt oder stärker wird.

Besonders wichtig ist eine Abklärung, wenn zusätzliche Symptome oder Schmerzen da sind oder wenn das Gefühl da ist, die Blase nicht vollständig entleeren zu können.

Inkontinenz kommt häufig vor, aber sie ist nichts, womit wir uns einfach abfinden müssen, der Weg zum Arzt ist dabei aber so gut wie unumgänglich.

6. Intimbereich und Vagina verändert sich – und es geht weiter

Blasenentzündung, Brennen, Jucken, Ausfluss, Schmerzen beim Sex und sexuelle Lustlosigkeit, nächtlicher Harndrang und Inkontinenz… all das sind Themen, über die wir oft nicht wirklich gerne reden. Doch auch diese Beschwerden können Teil der Wechseljahre sein und uns belasten und unseren Alltag, unseren Schlaf, unsere Sexualität und unser Vertrauen in unseren eigenen Körper stark beeinflussen.

Auch in diesem Teil der Wechseljahres-Serie zeigt sich, dass die Wechseljahre nicht nur einen einzelnen Bereich unseres Körpers betreffen. Sie wirken auf Schleimhäute, Blase, Beckenboden, Schlaf, Nervensystem, Stoffwechsel, Psyche und Körpergefühl. Daher lohnt es sich oft, Beschwerden nicht isoliert zu betrachten, sondern im Zusammenhang mit den vielen Veränderungen dieser Lebensphase.

Die Artikelserie „Wechseljahressymptome im Fokus“ will dabei helfen, typische Veränderungen und Symptome dieser Lebensphase besser zu verstehen:

Im nächsten Teil der Serie wird es um Kopf und Sinne gehen, Symptome wie Migräne, Schwindel, Tinnitus und Hörverlust werden im Mittelpunkt stehen.

Die Wechseljahre betreffen viele Bereiche unseres Lebens. Je besser wir die Zusammenhänge verstehen, desto leichter wird es, Veränderungen einzuordnen und passende Unterstützung zu finden. Sie sind nicht nur eine körperliche Anpassung, sondern auch ein innerer Übergang. Sie laden dich dazu ein, den eigenen Körper und den eigenen Geist neu kennenzulernen und bewusster mit ihnen zu arbeiten. Wenn du dich intensiver damit beschäftigen willst, wie du diese Phase aktiv gestalten und als Entwicklungsschritt nutzen kannst, lies gern im Beitrag „Veränderung als Chance“ weiter oder melde dich bei mir. Ich unterstütze die gerne, deinen individuellen Weg durch diese Lebensphase zu skizzieren.

Beitragsbild: Über Mich | Martina Pietsch wachsenimwechsel lacht freundlich in die Kamera.

Martina Pietsch

Autorin

Hast du das Gefühl, dass dein Leben manchmal Kopf steht – und du irgendetwas ändern willst? Oder dass du gerne die Veränderungen durch die Wechseljahre aktiv für dich nutzen willst?

Du musst diesen Weg nicht alleine gehen – als Mentaltrainerin und Veränderungsbegleiterin unterstütze ich dich dabei, deine eigenen Ressourcen zu entdecken, besser mit körperlichen und seelischen Veränderungen umzugehen und die Chance für einen echten Neubeginn zu nutzen.

Bist du neugierig und willst mehr erfahren – nimm gern Kontakt mit mir auf!

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